Rückblick Wintergottesdienst / Sonntag; 13. Dez. 2020

Ein kurzer Rückblick von der Wintermesse, für alle, die nicht am Gottesdienst teilnehmen konnten und für die, die da waren, zum nachlesen.

Liedtext Mark Forster
Hör auf die Stimme.
Auf deinen Wegen, durch das Leben,
da kommen Kreuzungen, und du stehst,
du musst abwägen und überlegen, was du wählst
und wofür du gehst,
die bösen Geister und all die Quäler,
immer wieder kommen sie zurück,
es wird nicht leichter, nein, es wird schwerer,
du musst ihn meistern, den nächsten Schritt.

Da, wo guter Rat teuer ist, du grad unsicher und
gebeutelt bist,
da war nicht immer diese Stimme, die dir hilft und
zwar immer.
Hör auf die Stimme, hör, was sie sagt, sie war
immer da, komm, hör auf ihren Rat.
Hör auf die Stimme, sie macht dich stark, sie will,
dass du’s schaffst,
also höre, was sie dir sagt.
Hör auf die Stimme.

Hör auf die Stimme.
Sag, wirst du reden oder schweigen,
was wird passieren, was kommt danach,
willst du weggehen oder bleiben,
du musst entscheiden, keiner nimmt’s dir ab,
das ist eine Reise, ohne Navi,
alles offen und immer wieder neu,
all die Prüfungen, ich glaub, man schafft die,
bleibt man sich selbst so gut wie es geht treu.

Da wo guter Rat teuer ist, du grad unsicher und
gebeutelt bist,
hör mal besser auf dein Bauchgefühl, das führt
dich auch zum Ziel.
Hey, glaub mir, du bestimmst den Weg,
und es ist ganz egal, wohin du gehst,
denn es wird immer diese Stimme, die dir hilft, immer.

Auslegung
Schön wär’s, wenn da immer diese Stimme wäre, die mir hilft, die mir immer den richtigen Weg weist. Im Leben hören wir ganz unterschiedliche Stimmen.
Stimmen prägen unser Leben. Das fängt schon im Mutterleib an, als ungeborenes Baby, wo wir besonders von der Stimme der Mutter etwas hören. Zuerst nehmen wir die Stimmen der Eltern, der Großeltern und die aus unserem Umfeld wahr. Am Anfang sind diese sehr stark. Aber je größer man wird, desto größer wird auch der Lebensradius, wo man sich bewegt. Und die vertrauten Stimmen werden leiser und andere kommen hinzu, besonders die der Freunde, Erzieher, Lehrer usw. – Wer hat mir eigentlich etwas zu sagen, auf welche Stimme höre ich?
Es gibt Stimmen, die sind mir besonders wichtig, deren Meinung will ich hören. Wenn meine Freundin sagt: «Das sieht richtig schick aus, was du heute anhast», dann ist sie mir wichtig.
Andere Stimmen und Meinungen sind mir herzlich egal, oder sie nerven mich sogar. Wenn ein Vater zur Tochter sagt: «Jetzt räum endlich mal dein Zimmer auf!», dann würde sie am liebsten darauf pfeifen. Vielleicht tut sie es auch noch ein paar Tage lang. Das sind Stimmen von außen, die mich umgeben und prägen, im Positiven wie im Negativen.

Es gibt Stimmen, die mich quälen, die mich blockieren, die mich hemmen.

  • Wenn ich mir selber sage: Ich schaff’ das nicht. Ich kann das nicht
  • Wenn sich meine Gedanken im Kreis drehen und ich den Ausgang nicht finde. Es gibt Stimmen in mir, die mir selbst etwas vorwerfen, die mich selbst klein machen:
  • Du bist selbst schuld daran
  • Wie blöd von mir
  • Ich bin einfach zu doof dafür

Es gibt Stimmen, die stellen sinnfreie Vergleiche an. Beim Miteinander-Vergleichen verlieren wir meistens. Wir vergleichen uns gern unrealistisch und «nach oben»:
– Andere sind einfach immer besser als ich
Diese Stimmen hemmen uns. Sie blockieren unsere Kreativität und Kraft. Sie lassen uns in einem schlechten Licht dastehen. Dabei vergessen wir, wie viel wir können, dass es manchmal ungünstige Zufälle gibt und dass wir viel Gutes tun und bewegen. Da wird es Zeit, dass wir anderes hören.

Einmal die negativen Stimmen beiseiteschieben und das Gute hören: die positiven Stimmen, die mir gut zureden, die mich motivieren und stark machen!

Das hast du richtig gut gemacht.

  • Ich bin stolz, dass ich das geschafft habe!
  • Schön, dass es dich gibt!

Welcher Stimme gebe ich Raum? – Wir stehen immer wieder an Kreuzungen in unserem Leben und müssen uns entscheiden und einer Stimme nachgehen, damit wir den nächsten Schritt meistern.

Mark Forster singt:
«Es wird nicht leichter, den nächsten Schritt musst du meistern.
War da nicht diese Stimme, die mir hilft – und zwar immer?

Zum Segen:
Barmherziger Gott, Du schenkst uns Menschen, die uns prägen, die uns im Leben stärken. Lass diese Stimmen lauter sein als die hemmenden und klein machenden. Lass uns im ganzen Stimmengewirr Deine Stimme hören. Sie will uns immer stärken, denn sie sagt uns: Du bist gut, so wie du bist.

Der Herr schenke dir ein offenes Ohr für all die guten Stimmen. Er segne dich und schenke dir seinen Frieden.