Rückblick: Besichtigung Wollkarderei Amsteg

Am 18. Oktober 2016 fuhren 10 Frauen Richtung Uri nach Amsteg.

Nach einer herzlichen Begrüssung von Elsbeth Arnold, zeigte sie uns die Wollkarderei.

Elsbeth erzählte uns, mit vielen lustigen Anekdoten, die verschiedenen Arbeitswege; von der Wolle zum Vlies.dsc_0274

 

Waschen und Trocknen

Der Schafbauer liefert die Wolle nach dem Scheren ab und als erstes wird diese dsc_0271dann verlesen, Verunreinigungen entnommen und die Wolle in Ballen reisefertig gemacht. Die Reise der Wolle geht zuerst zum Waschen. Noch gibt es auch in der Schweiz wenige Möglichkeiten, dies zu tun. Die Fahrt geht Richtung Rheintal.

 

Reissen im Wolf

Die gewaschene und getrocknete Wolle kommt nun in Ballen gepresst zurück in den Betrieb in Amsteg. Da beginnt die Weiterverarbeitung mit dem Wolfern (Reissen) der Wolle. Dies ist der erste Arbeitsschritt, um die Wolle in lockere, feine Flocken zu bekommen. Somit haben wir den Grundstoff für die Kardiermaschine.

 

Kardieren der Wolledsc_0277

Wuchtig präsentiert sich die raumfüllende Kardiermaschine im Werkraum der Wollhandwerkerinnen in Amsteg.dsc_0279

 

 

Die gerissene Wolle wird eingefüllt und schon beginnt der Weg durch die vielen nadelbesetzten Rollen. Erste Fasern erreichen die grosse Holztrommel und es bildet sich eine dicke Vliesmatte.

 

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Danach durften wir unsere Sitzmatte filzen, zuerst Trockenfilzen mit der Nadel. Zum Glück hatte Elsbeth genügend Reserve Nadeln und Pflästerli.unbenannt-5

 

 

dsc_0284Danach noch Nassfilzen mit viele Liebe und sehr viel Kraft, rollten wir unsere Matte, bis unsere wunderschönen Kunstwerke fertig waren.

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Gestärkt durch Kaffee und Kuchen und mit vielen neuen Eindrücken, machten wir uns wieder auf dem Heimweg mit unserer neuen Sitzmatte.

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